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Vorbereitung einer 1-Tonnen-TMR-Ration: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Zubereitung einer 1-Tonnen-TMR (Total Mixed Ration). Praktische Informationen zur Auswahl der Rohstoffe, Formulierung, Mischreihenfolge und wichtige zu beachtende Punkte.

Vorbereitung einer 1-Tonnen-TMR-Ration: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Vorbereitung einer 1-Tonnen-TMR-Ration: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Total Mixed Ration (TMR) ist eine Fütterungsmethode, die darauf abzielt, alle Ernährungsbedürfnisse von Tieren in einer einzigen, homogenen Mischung zu erfüllen, insbesondere in der modernen Milch- und Rinderhaltung. Die Zubereitung einer 1-Tonnen-TMR-Ration bietet eine praktische und wirtschaftliche Lösung, insbesondere für kleine und mittlere Betriebe. Wie können Sie also eine TMR-Ration dieser Menge korrekt und effizient zubereiten? Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Die Bedeutung der TMR-Rationszubereitung

Das TMR-System eliminiert die Selektivität der Futteraufnahme durch die Tiere und stellt sicher, dass sie mit jedem Bissen ausgewogene Nährstoffe erhalten. Dies bedeutet **stabilere Pansenfunktion**, **erhöhte Futterverwertung**, **höhere Produktivität** und **reduziertes Risiko von Stoffwechselkrankheiten**. Die Zubereitung einer 1-Tonnen-Ration ist ideal für Betriebe mit kleineren Futtermischern oder weniger Tieren.

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Schritte zur Zubereitung einer 1-Tonnen-TMR-Ration

Die grundlegenden Schritte, die Sie bei der Zubereitung einer 1-Tonnen-TMR-Ration befolgen sollten, sind die gleichen wie die Prinzipien, die für größere Mengen gelten, aber der Umfang und die zu beachtenden Details können unterschiedlich sein.

1. Schritt: Bestimmung der Rationsformulierung

Zuerst müssen Sie wissen, für welche Tiergruppe (Milchkühe, Rinderkälber, trockenstehende Kühe usw.) Sie diese Ration zubereiten und deren spezifische Nährstoffbedürfnisse kennen. Basierend auf diesen Bedürfnissen sollten Sie eine **1-Tonnen-Rationsformulierung** von einem Tierernährungsspezialisten erstellen lassen.

Beispiel für eine 1-Tonnen-TMR-Ration für Milchvieh (Beispielhafte Anteile – Immer Expertenrat einholen!):

Futtermittel-RohstoffAnteil (%)Menge (kg/1 Tonne TMR)Beschreibung
Maissilage40400Energie- und verdauliche Faserquelle
Luzerneheu15150Protein- und Faserquelle
Gerste gequetscht20200Hohe Energiequelle (Stärke)
Sojaschrot10100Hohe Proteinquelle
Rübenschnitzel (getrocknet)880Verdauliche Faser und Energie
Melasse (flüssig)220Schmackhaftigkeit und schnelle Energie
Milchvieh-Vormischung (Mineralien+Vitamine)110Deckung aller Mineral-/Vitaminbedürfnisse der Kühe
Gesamt1001000

Wichtiger Hinweis: Die obige Ration ist nur ein Beispiel. Sie **müssen eine speziell von einem Tierernährungsspezialisten formulierte Ration verwenden**, die auf den Bedingungen Ihres Betriebs, den analysierten Werten Ihrer Rohstoffe, dem Produktionsniveau Ihrer Kühe und dem Laktationsstadium basiert. Falsche Rationen können zu Ertragsverlusten oder Gesundheitsproblemen führen.

2. Schritt: Vorbereitung und Überprüfung der Rohstoffe

Die Qualität und die physikalische Form jedes Rohstoffs in Ihrer Ration sind wichtig.

  • Qualitätskontrolle: Stellen Sie sicher, dass alle von Ihnen zu verwendenden Rohstoffe (Silage, Heu, Getreide, Schrot usw.) schimmelfrei, frisch, sauber und frei von Schädlingen sind. Visuelle Inspektion, Geruchstests und gegebenenfalls Laboranalysen sollten durchgeführt werden.
  • Partikelgröße: Stellen Sie sicher, dass die Grobfutter (Silage, Heu) im Futtermischer ausreichend zerkleinert werden. Zu lange Partikel können zu Futterselektion führen. Zu feine Partikel können die Pansenfunktion beeinträchtigen. Die ideale Partikelgröße liegt normalerweise zwischen 2-5 cm.
  • Wiegeausrüstung: Eine **präzise Waage** oder ein **elektronisches Wiegesystem** am Futtermischer ist unerlässlich, um die richtige Menge jedes Rohstoffs zu verwenden.

3. Schritt: Vorbereitung des Futtermischers für den Einsatz

Für eine 1-Tonnen-TMR-Ration werden in der Regel vertikale oder horizontale Futtermischer mit einem Fassungsvermögen zwischen 3 m³ und 8 m³ verwendet.

  • Sauberkeit: Stellen Sie sicher, dass die Maschine nicht mit Rückständen aus der vorherigen Fütterung verschmutzt ist. Eine saubere Maschine erhält die Qualität der Ration.
  • Funktionsprüfung: Sind die Messer der Maschine scharf? Funktioniert das Wiegesystem korrekt? Drehen sich die Mischschnecken reibungslos?

4. Schritt: Beschickung und Mischung der Futtermittel in der richtigen Reihenfolge

Um eine homogene Mischung zu erhalten, ist es wichtig, die Futterrohstoffe in einer bestimmten Reihenfolge in die Maschine zu laden.

  1. Langfaseriges Grobfutter (Zuerst): Laden Sie zuerst die Rohstoffe der Ration mit den längsten Partikeln und der langsamsten Verdauung (z. B. Stroh, trockenes Heu) in die Maschine. Diese Futtermittel benötigen länger zum Zerkleinern und Aufschließen. In dieser Phase die Maschine kurz laufen lassen (ca. 2-3 Minuten), um sicherzustellen, dass diese Futtermittel zerkleinert werden.
    • Menge: 150 kg Luzerneheu in der Beispielration.
  2. Silagen: Fügen Sie dann Silagen wie Maissilage hinzu. Silagen helfen, das Heu besser zu vermischen und aufzuweichen.
    • Menge: 400 kg Maissilage in der Beispielration.
  3. Trockene Konzentrate (Getreide und Schrote): Nach Zugabe der Silage die trockenen Konzentrate wie Getreide (gequetschte Gerste, gequetschter Mais) und Proteinquellen (Sojaschrot, Sonnenblumenschrot) hinzufügen.
    • Menge: 200 kg Gerste gequetscht, 100 kg Sojaschrot, 80 kg Rübenschnitzel in der Beispielration.
  4. Mineral-Vitamin-Vormischungen und Zusatzstoffe: Da diese Produkte in sehr geringen Mengen vorliegen, sollten sie zuletzt hinzugefügt werden, nachdem die anderen Futtermittel gemischt wurden. Dies gewährleistet eine homogene Verteilung. Streuen Sie die Vormischungen direkt in den Mischbereich der Maschine und stellen Sie sicher, dass sie gut vermischt werden.
    • Menge: 10 kg Milchvieh-Vormischung in der Beispielration.
  5. Flüssige Zusatzstoffe (Zuletzt): Wenn flüssige Zusatzstoffe wie Melasse vorhanden sind, werden diese ganz am Ende hinzugefügt, nachdem alle anderen Futtermittel gemischt wurden, indem sie langsam in den Mischer gesprüht oder gegossen werden. Dies erleichtert die Haftung und eine homogene Mischung.
    • Menge: 20 kg Melasse in der Beispielration.

5. Schritt: Ausreichend lange mischen

Nachdem die Futtermittel in der richtigen Reihenfolge geladen wurden, mischen Sie weiter, bis eine homogene Mischung erhalten wird.

  • Mischzeit: Diese Zeit liegt typischerweise zwischen 5 und 15 Minuten, abhängig vom Maschinentyp, der Kapazität und der Partikelgröße der Futtermittel. Übermäßiges Mischen kann zu einer Zerkleinerung des Grobfutters und einer verminderten Faserwirksamkeit führen, was die Pansenfunktion negativ beeinflusst.
  • Homogenitätsprüfung: Sie können die Homogenität der Mischung von Hand überprüfen. Die Mischung sollte keine separaten Klumpen verschiedener Futterrohstoffe enthalten; sie sollte durchgehend ein einheitliches Aussehen haben. Wissenschaftlichere Messungen können auch mit Werkzeugen wie dem Penn State Particle Separator (PSPS) durchgeführt werden.

6. Schritt: Futter verteilen und den Tieren anbieten

Verteilen Sie die zubereitete TMR-Ration gleichmäßig und regelmäßig in die Futtertröge.

  • Verteilung: Verteilen Sie das Futter so, dass die Tiere es im Futtertrog leicht erreichen können. Es ist wichtig, entlang der gesamten Futtertroglänge eine gleichmäßige Futterschicht zu erzeugen.
  • Futtertrogmanagement: Stellen Sie sicher, dass die Futtertröge sauber sind. Indem Sie das Futter mehrmals täglich zu den Tieren schieben, stellen Sie einen kontinuierlichen Zugang zum Futter sicher und fördern die Futteraufnahme.
  • Fütterungsfrequenz: TMR wird normalerweise ein- oder zweimal täglich gefüttert. Häufigere Fütterungen (z. B. 3 Mal täglich) können jedoch die Futteraufnahme bei Hochleistungstieren erhöhen.
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Wichtige zu beachtende Punkte

  • Wasserversorgung: Egal wie hochwertig die TMR ist, wenn kein freier Zugang zu sauberem und frischem Wasser besteht, sinkt die Produktivität. Stellen Sie sicher, dass die Wasserquellen ausreichend und sauber sind.
  • Futterreste: Das ständige Belassen einer kleinen Menge (z. B. 2-5 %) an Futterresten in den Futtertrögen verhindert, dass Kühe selektiv fressen, und zeigt an, dass die Futteraufnahme nicht eingeschränkt ist. Wenn jedoch übermäßige Reste vorhanden sind, sollte die Rationierungsmenge überprüft werden.
  • Aufzeichnungen führen: Regelmäßiges Aufzeichnen, wann und wie viel von jeder Ration zubereitet wurde, sowie die Futteraufnahme und Leistung der Tiere (Milchleistung, Gewichtszunahme) ist entscheidend für zukünftige Rationsanpassungen und Kostenanalysen.
  • Wartung der Ausrüstung: Regelmäßige Wartung des Futtermischers gewährleistet seine lange Lebensdauer und einen effizienten Betrieb. Scharfe Messer sind entscheidend für die Mischqualität.

Die korrekte und sorgfältige Zubereitung einer 1-Tonnen-TMR-Ration verbessert nicht nur die Gesundheit und Produktivität Ihrer Tiere, sondern ermöglicht Ihnen auch eine effektive Verwaltung Ihrer Futterkosten. Denken Sie daran, Expertenrat einzuholen und kontinuierlich zu beobachten!